NewsEin PC/GF Compound - CPC im Serieneinsatz

15.08.2010

C-Polymers hat in Zusammenarbeit mit der Firma Ernst Wittner Ges.m.b.H., Wien, ein PC/Glasfaser-Compound, modifiziert mit Carbon Nanotubes entwickelt, welches seit einem Jahr erfolgreich im industriellen Einsatz ist.

Dieser neuentwickelte CPC®-Werkstoff, wurde mit Hilfe von Nanotechnologie realisiert. C-Polymers setzt, in einem speziell entwickelten und patentierten Prozess hergestellte, Carbon Nanoröhrchen die als funktioneller Füllstoff verwendet werden, ein und haben aufgrund ihrer grafitischen Oberflächenstruktur sehr hohe elektrische Leitfähigkeiten. Das eingesetzte CPC®-Compound zeichnet sich vor allem durch dieses neuartige, modifizierte Nano-Additiv aus.

Wegen der hohen spezifischen Oberfläche wird nur ein geringer Füllgrad der Additive zur Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit benötigt. So wird erreicht, dass CPC®-Compounds die kennzeichnenden Eigenschaften der Grundpolymere, wie hohe Zähigkeit und Festigkeit, nahezu beibehalten. Eigenschaften wie hervorragende chemische und thermische Beständigkeit bleiben ebenfalls erhalten. Ebenso lässt sich hierdurch eine gute Verarbeitbarkeit bei geringster Verzugsneigung gewährleisten.

„Eines der wesentlichsten Vorteile war die rasche und problemlose Umsetzung, angefangen bei der Aufgabenstellung bis hin zum fertigen Bauteil“ so Wolfgang Wittner, Geschäftsführer der Ernst Wittner Ges.m.b.H. „Wir waren schon kurz davor das Projekt einzustellen, bevor wir Kontakt zu C-Polymers aufgenommen haben. Zum Schluss mussten wir nicht einmal unsere Prozesse adaptieren – Das nenne ich kundenorientierte Entwicklung.“ führt Wittner weiter aus.
Die Ernst Wittner Ges.m.b.H bietet ein sehr vielseitiges Produktspektrum im Kunststoffspritzguß an und setzt bewusst hochentwickelte Spezialprodukte und Innovationen für anspruchsvolle Anwendungen in den folgenden Bereichen ein:

  • Telekommunikation
  • Pharmaindustrie
  • Videotechnik
  • Vorrichtungsbau
  • Anlagenbau
  • Wassertechnik
  • Ventil und Kompressorentechnik

Ziel war es im gemeinsamen Projekt, einen antistatischen Bauteil für ein industrielles Handling- und Fördersystem zu entwickeln, welches mit einem spezifischen Oberflächenwiderstand von 106 – 104 Ohm, entsprechenden mechanischen Eigenschaften und Oberflächengüte ausgerüstet werden mußte. Herkömmliche Additive haben letztendlich immer einen „Nachteil“ gebracht und konnten nicht eingesetzt werden.

„Mit den CPC® von C-Polymers können wir erstmals über die Grenzen hinausdenken und mit unseren Kunden Projekte realisieren, die bis heute nicht umsetzbar waren.“ Wittner weiter „Hier steckt noch enormes Potential.“
Neben der erfolgreichen Umsetzung von Carbon Nanotubes im Anwendungsgebiet des modifizierten Thermoplasten, plant C-Polymers die Ausweitung Ihrer Aktivitäten im Bereich von Kohlestofffaser-Verbundwerkstoffen.
Hier liegt eines der weiteren definierten Potentiale für CNT’s im Einsatzbereich von Duroplasten als mechanische Verstärkung sowie als funktioneller Synergist im Matrixwerkstoff.

C-Polymers plant, diese Entwicklungsschiene kurzfristig umzusetzen:

„Für dieses Anwendungsgebiet haben wir schon rudimentäre Entwicklungsarbeiten durchgeführt und können somit ein vielversprechendes Potential abschätzen“ sagt Reinhard Kriegbaum, Geschäftsführer der C-Polymers und führt weiters aus “zu diesem Thema sind wir gerade auf der Suche nach strategischen Partnerschaften bzw. ausgewählten Partnern.“
Dieser neue Duroplast-Werkstoff findet überall dort seinen Einsatz, wo mechanische Verstärkung von Leichtbauelementen oder Materialien in Kombination mit elektrischer Leitfähigkeit erforderlich sind, z.B. in der Anlagen- und Prozesstechnik, Transport- und Fördertechnik, Sport- und Freizeitindustrie, Automobilbau sowie in der Luft- und Raumfahrt. Anwendungsbeispiele sind Rotorblätter von Windkraftanlagen, Verkleidungen von Explosionsgeschützen Anlagen sowie Sportgeräte wie Tennisschläger.

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